Entstauungstherapie

Neben verschiedenen Gefäßerkrankungen sind u.a. auch Lähmungserscheinungen (Paresen) in den Extremitäten und die damit verbundene Verminderung der Muskelaktivität Ursache dafür, dass sich Gewebsflüssigkeit in den unteren Extremitäten staut.

Zur Förderung des gestörten venös-lymphatischen Rückflusses wurde eine völlig neuartige Therapiemethode entwickelt, die zwei etablierte Therapieverfahren - nämlich die "aktive Bewegung" und die "Elektrostimulation" - kombiniert. Die Effekte dieser Elektromechanotherapie mit dem EMSOMAT addieren sich und können dank guter Verträglichkeit die übrigen physiotherapeutischen Maßnahmen wirksam ergänzen und auf diese Weise möglicherweise Behandlungszeiten deutlich verkürzen.

Eine spezielle Sprunggelenksschiene ermöglicht sowohl im Sitzen als auch im Liegen die völlig freie Bewegung des oberen Sprunggelenkes für ein aktives Bewegungstraining. Sobald ein Fuß in dieser Schiene festgeschnallt ist und ein Paar Elektroden auf dem Unterschenkel platziert wurde, kann der Muskel (M. tibialis) mit Hilfe des dazugehörigen Muskelstimulators auf elektrischem Wege passiv zur Kontraktion gebracht werden und erzeugt so eine gesteuerte, muskelgeführte, schnelle Bewegung mit simultaner Wirkung im oberen Sprunggelenk. Der vom Stimulator vorgegebene Rhythmus von Anspannung und Entspannung ist in hohem Maße für die Steigerung des venösen Rückflusses verantwortlich.