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Paresestimulation
Die in der Rehabilitation vielfach bewährten Muskelstimulationsgeräte, die auf dem Einsatz von rechteckigen Impulsen basieren, stoßen an ihre Grenzen, wenn es sich um teildenervierte Muskulatur handelt. Bei schlaffen Lähmungen (Paresen) reagiert der Muskel auf herkömmliche Rechteckimpulse nur schlecht oder gar nicht. Dennoch gibt es auch in diesen Fällen oftmals die Chance mit Elektrostimulation gute Behandlungsergebnisse zu erreichen.
Allerdings benötigt man zu diesem Zweck ein spezielles Exponentialstromgerät mit erheblich längerer Impulsdauer. Es hat sich gezeigt, dass teildenervierte Muskulatur meist gut auf Dreiecksimpulse reagiert. Aus diesem Grund sind Geräte entwickelt worden, bei denen man die Behandlung anfänglich mit Dreiecksimpulsen beginnen kann, um dann bei entsprechenden Verbesserungen der motorischen Eigenschaften des Muskels nach einer gewissen Zeit die Impulsform über das Trapez hin zu einem Rechteck stufenlos verändern zu können. Ist die Parese behoben, kann der Patient schließlich den betroffenen Muskel ganz normal mit rechteckigen Impulsen weiter beüben.
Diese Therapiemethode wird insbesondere bei der Peronaeus-Parese (Fußheberschwäche) und der Fascialis-Parese (Gesichtslähmung) häufig eingesetzt.
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